Der Klopfcode

Geheime Klopfzeichen als Kommunikation

Der Klopfcode ist eine Art Morsecode, nur das hier nicht nach langen und kurzen Signalen unterschieden wird. Alle Signale bzw. Klopfzeichen haben die gleiche Länge. In der Vergangenheit und auch heute noch erfreut sich der Klopfcode unter den Gefängnisinsassen großer Beliebtheit. Man klopft mit einem Gegenstand z.B. an ein zusammenhängendes Heizungsrohrsystem und erreicht somit auch andere Zellen – allerdings auch das Bewachungspersonal. Dumm gelaufen ;-) . Klopfzeichen können aber auch durch Berührung übermittelt werden. Andere akkustische Wege sind natürlich ebenfalls möglich.

Wie funktioniert der Klopfcode?

Zunächst einmal wird das Alphabet in eine Matrix gepresst, genauer gesagt in 5 Reihen und  5 Spalten. Links oben beginnend mit dem A wird das Alphabet zeilenweise fortgeführt, bis es mit Z rechts unten endet.

geheime Klopfzeichen

Klopfcode...geheime Signale

Ein Buchstabe setzt sich nun aus zwei einzelnen Klopfsignalen zusammen. Angenommen wir wollen ein B klopfen. Das B steht in der ersten Zeile, also wird zunächst einmal geklopft. Danach erfolgt eine kleine Pause. Weiterhin steht das B aber auch in der 2. Spalte. Hierfür wird entsprechend zweimal geklopft. Graphisch sieht der Code für das B nun so aus: Klopfcode-feur-den-buchstaben b

Die Buchstaben werden dann jeweils mit einer kurzen Pause hintereinander geklopft.  Das Klopfzeichen für OWL lautet:  Klopfzeichen-fuer-owl

Zahlen werden durch langsames Klopfen gemäß Ihres Wertes angezeigt. Eine 52 setzt sich aus 5 und 2 Klopfern zusammen. Für die 0 wird der Buchstabe O geklopft.

Der Nachteil an diesem Code ist, dass im Verlauf der Nachrichtenübermittlung sehr lange Klopfreihen entstehen.  Es ist daher sinnvoll für häufige Wörter, Redewendungen oder Sätze Abkürzungen zu vereinbaren.